Die Bedeutung der Arme und Hände

Die gleiche Geste kann ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Verschränkte Arme dienen dem instinktiven Schutz vor bedrohlichen Situationen. Außerhalb einer Bedrohung dient diese Geste meist der eigenen Stabilisierung. Diese Körpersprache kann kontextabhängig aber auch andere Bedeutungen haben:

  • Verschränke Arme dienen nicht selten einer gemütlichen, körperwärmenden Haltung und signalisiert Wohlgefühl.

  • Bei einer entsprechenden Mimik signalisiert diese Haltung eine kritische Haltung zu den Inhalten des Gesprächs und ein inneres Abwägen der vorgetragenen Argumente.

Welche der Bedeutungen dieser Geste zuzuschreiben sind müssen Sie immer aus der jeweiligen Situation heraus entscheiden. Das ist in der Regel jedoch sehr einfach, da der Gesichtsausdruck Ihres Gegenübers normalerweise eine eindeutige Interpretation zulässt.

Hinter dem Kopf verschränkten Arme haben verschiedene Bedeutungen!

Die Hände werden hinter dem Körper gelegt, wenn still beobachtet wird. Ihr Gegenüber signalisiert, dass er sich zurzeit nicht direkt am Gespräch beteiligen will. Das kann aus Zurückhaltung geschehen aber auch, um das Gegenüber zappeln zu lassen.

  • Hinter dem Kopf verschränkte Arme bekunden Entspannung, Wohlgefühl aber auch Überlegenheit oder Träumerei.

  • Die entspannte Haltung, die gleichzeitig viel Raum einnimmt und die empfindlichen Innenseiten der Unterarme offenbart, zeigt, dass keine Bedrohung zu befürchten ist.

  • Nach einem Angriff bekundet die gleiche Geste jedoch Überlegenheit oder sogar ein überhöhtes Geltungsbedürfnis.

  • In einer entspannten Umgebung ist von reinem Wohlgefühl auszugehen. Welche der Bedeutungen zutrifft, ist abhängig von der jeweiligen Gesprächssituation und der Beziehung, in der die Beteiligten zueinander stehen.
     
  • Wenn die Arme neben dem Körper platziert sind, kann dies eine ausgeprägte innere Stabilität signalisieren. Diese Geste zeigt Entspannung und innere Ausgeglichenheit. Offenbar ist der Gesprächsteilnehmer sehr verlässlich und gesprächsbereit.

Prüfen Sie, wie Ihr Gegenüber einzuschätzen ist bevor Sie endgültige Schlüsse über diese Geste ziehen.

Die Hände in die Hüften gestemmt

In die Hüften gestemmte Hände erzeugen einen festen Stand der betreffenden Person, entweder um Kreuzschmerzen zu lindern oder um eine Unsicherheit zu überwinden. Diese Geste kann auch dazu dienen, sich vor einem Angriff größer zu machen.

Das Umklammern der eigenen Oberarme

Viele Menschen umklammern mit der Hand ihren gegenüberliegenden Oberarm, um sich selbst nach einem Angriff wieder zu spüren. Diese Menschen halten sich selbst fest. Diese Geste tritt aber auch dann auf, wenn den betreffenden Personen kalt wird.

Die Cowboyhaltung

Der Finger am Gürtel oder in die Hosentasche gehakt zeigt eine lässige abwartende Haltung des Trägers. Diese Geste kann leicht als abschätzig gedeutet werden. Menschen die diese Haltung einnehmen, gelten leicht als unglaubwürdig.

Wie wirke ich auf andere? Testen Sie sich selbst!

Um Ihre Wirkung auf andere Menschen zu auszuprobieren, müssen Sie ein wenig Mut zum Experimentieren haben. Setzen Sie verschiedene Gesten bei Gesprächen bewusst ein, und beobachten Sie die Reaktionen Ihrer Gesprächspartner. Machen Sie sich bewusst, dass der größte Teil der Kommunikation nonverbal abläuft. Überprüfen Sie, ob Sie die gewünschten Reaktionen erzeugt haben. Können Sie wirksam Distanzen vermitteln oder eine offene Gesprächssituation erzeugen, indem Ihr Gegenüber Ihr Vertrauen spiegelt?

Um die zahlreichen Möglichkeiten der Körpersprache durch Arme und Hände zu erlernen, empfehle ich Ihnen den Besuch der Seminare zu den Themen Menschen-lesen und Körpersprache. Dadurch ordnen Sie die zum Teil widersprüchlichen Deutungen richtig ein und  Ihre Gestik wird zu einem wirksamen Instrument der nonverbalen Kommunikation.

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